Samstag, 17. Juni 2017

Quidditch - Das westdeutsche Nachwuchsturnier

Am heutigen Samstag haben sich drei junge Quidditch-Teams aus dem Rheinland - Köln, Trier und Düsseldorf - getroffen, um im freundlichen Wettstreit etwas Spielerfahrung zu sammeln. Alle drei sind noch kein Jahr alt und haben noch den Status von Entwicklungsmitgliedern beim DQB (dem Deutschen Quidditch-Bund), aber trotzdem hat man sich beim Turnier nichts geschenkt!

Die Teams:
Cannons Cologne
Thunderbirds Trier
Düsseldorf Dementors

Im ersten Spiel standen sich Köln und Düsseldorf gegenüber, wobei die alte Städtefeindschaft sicher auch deswegen etwas litt, weil die Düsseldorfer mitunter Kölner Spieler haben. Leider fing das Spiel nicht so wirklich ideal an: gleich beim ersten Angriff wurde ein Chaser, kaum dass er sich den Quaffle erkämpft hatte, so schwer verletzt, dass er noch während des Spiels ins Krankenhaus gebracht wurde.
Weitergespielt wurde natürlich trotzdem und die meiste Zeit sah es sehr ausgeglichen aus. Die Kölner hatten zwar einige starke Chaser, die unsere Verteidigung durchbrechen konnten, wenn sie einmal in Fahrt kamen, aber auch unsere Angriffstaktik mit starken Beatern konnte Erfolge verzeichnen (ich hab Tore geworfen! =D).
Knapp wie es war stand fest, dass der Schnatzfang die Entscheidung bringen würde. Die Sucher waren noch nicht lange auf dem Feld, als der Kölner Sucher auch schon die Schnatzsocke in der Hand hielt! Angespannte Stimmung in der Düsseldorfer Sub Box: war der Catch good? Wir hatten Zweifel. Die Refs auch und nach einiger Beratung hieß es Entwarnung bei uns: der Fang war no good, das Spiel ging weiter!
Unsere Beater hatten natürlich den Auftrag, sich um den gegnerischen Sucher zu kümmern, um unseren zu entlastet, aber diesen Plan hatten natürlich nicht nur wir. Es stand 100:90 für uns - also noch dicke in Snitch Range - als der Schnatz das nächste mal gefangen wurde, diesmal von uns. Diesmal war die Sache klarer und wir mussten nicht lange warten bis der Head Ref verkündete, der Catch sei good und das Spiel damit gewonnen!
Fun Fact: Ich hatte ursprünglich vor, für Köln zu spielen. Schließlich bin ich gebürtiger Kölner und wohne auch nicht weit vom Trainingsplatz. Leider passen die Trainingszeiten nur selten in meinen Zeitplan, weshalb das nicht geklappt hat.

Cannons vs. Dementors: 90°:130*

Eine lange Pause hatten wir allerdings nicht, denn gleich im Anschluss stand unser Match gegen Trier an! Ohne unseren verletzten Chaser, aber nicht weniger entschlossen, gingen wir dieses Spiel an: der Plan war, Spaß zu haben! Nein, ernsthaft, das war der Plan. Weil wir Trier so gar nicht einschätzen konnten, wollten wir einfach spielen wie immer und schaun, was da zu holen war.
Die Trierer haben es uns auf jeden Fall nicht leicht gemacht! Den Refs auch nicht, wofür sie die eine oder andere Karte kassierten. Als Chaser kann ich jedenfalls sagen: wenn die Trierer Chaser einmal laufen, dann laufen sie dich über den Haufen. ^^;; Genau das ist mir leider gegen Ende des Spiels passiert; absolut legales Tackling, bin aber leider auf Schulter und Kopf gelandet und konnte von da an nicht weiter spielen.
Trotzdem führten wir zwischendurch sogar mit 40 Punkten (raus aus der Snitch Range!), einen Rückstand, den die Trierer allerdings aufholen konnten, obwohl sie zeitweise durch gelbe und insgesamt zwei rote Karten in der Unterzahl waren. Ein bisschen ärgerlich, dass wir unseren deutlichen Vorsprung nicht halten konnten. An unserer Defensive müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten. =)
Es stand 90:90 als wir uns den Schnatz schnappen konnten: klar und deutlich und spielentscheidend!
Fun Fact: Bei den Thunderbirds gibt es einen Alex und einen Shaun! Das hat mich regelmäßig irritiert. XD Hätte ich schon ein eigenes Trikot gehabt, hätte ich es am Ende gern mit einem von beiden getauscht.

Dementors vs. Thunderbirds: 120*:90°

Beim letzten Spiel, Köln gegen Trier, war ich Assistant Ref, hauptsächlich also dafür zuständig, Beats zu callen und n bisschen mit auf Fouls zu achten. Das hatte ich beim Blackforest Cup schon mal gemacht, aber es war toll, da noch mehr Erfahrung zu sammeln. Spannend fand ich auch die Regeldiskussionen zwischen den Refs, da gab es viel zu lernen! Vielleicht klemm ich mich dochmal dahinter und versuch mich an einem der Ref Tests... XD
Es gibt während eines Spiels so viel zu beachten! Gehen die Spieler auch brav vom Besen, wenn sie beat sind und zu ihren Ringen laufen? Werden Bälle direkt fallen gelassen? Kam der Beat noch vor oder erst nach dem Torwurf? Wurde der Kontakt gegen den Quaffle Carrier von hinten initiert oder hat er sich nur weggedreht? Kein Wunder, dass der Head Ref durch drei Assistant Refs und einen Snitch Ref unterstützt wird!
Nun ja, weit ab vom Score Table und konzentriert auf Bludger- statt Quaffle-Game hab ich vom genauen Ausgang des spannenden Matches gar nicht so viel mitbekommen; es stand am Ende wohl 170*:60° für die Thunderbirds - Reife Leistung! Allerdings hat der Düsseldorfer Schnatz es den Teams nicht leicht gemacht: erst nach einem Handicap (Bewegung nur noch entlang der Mittellinie) konnte der Trierer Sucher ihm die Tennissocke entreißen.

Trotz der dummen Verletzung, die mich davon abgehalten hat, am Ende noch beim gemischten Freundschaftsspiel (Bonn-Münster gegen den Rest) mitzuspielen, war es ein großartiger Tag, bei dem ich unglaublich viel gelernt habe! =D Quidditch ist immer noch der beste Sport aller Zeiten und wir wissen jetzt sicher, worauf wir beim Training in Zukunft noch alles achten werden.

Danke an alle Spieler, die Refs und Helfer aus anderen Teams, unsere treuen Fans und natürlich die Organisation!
(Und gute Besserung an alle Verletzten!)

Sonntag, 4. Juni 2017

Con-Bericht - Dokomi 2017: Never Have I Ever

Vor der Con...
Ganz gelegentlich krame ich aus den Tiefen meiner Hobbykiste das Cosplay aus. Dann mache ich es wie jeder andere Cosplayer auch: ich prokrastiniere das Nähen bis zum letzten Moment und lege dann vor der Con einen Näh-Marathon hin. 8'D So war es auch dieses mal, dabei stand das Cosplay wirklich lang genug fest (es sollte schon letzte Dokomi fertig sein) und das gesamte Material lag auch schon bereit (letztes Jahr und so). Ein Teil war sogar schon fertig zugeschnitten, einem rechtzeitig fertig gestellten Cosplay stand also nichts im Wege. Außer meiner Dummheit.

Was sollte es werden?
Eine Gijinka-Version von shiny Feelinara. Obwohl ich die neuste Eeveelution erst so gar nicht mochte, hat Feelinara es heimlich, still und leise auf meinen Platz 1 geschafft. Selbst auf der Liste meiner absoluten Lieblings-Pokémon überhaupt erobert es locker die Top 10. Also warum nicht, vor allem wenn Danny dazu shiny Nachtara macht? Coole Sache.
Abgesehen davon, dass eine Gijinka-Version wie ich sie mir vorstelle, nicht so wirklich balltauglich ist. Ich mag Kemonomimi-Designs und die langen Ohren hätten bei den meisten Tänzen doch arg gestört, gleiches gilt für die langen Bänder. Eigentlich etwas schade, aber nun.
Die Idee war trotz allem ein Design, dass den Garderobevorschriften eines Balls gerecht werden würde, dazu gehörten Weste, Fliege und eine Jacke, die ein bisschen in Richtung Frack ging. Die Jacke musste ich auf dem Altar der Prokrastination opfern, der Rest wurde aber auf den letzten Drücker fertig. Leider war ich mit dem Ergebnis dann nicht so ganz zufrieden. Es war okay, aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Samstag
Samstag standen Danny und ich zu einer Zeit auf, die ich als fauler Student mit "in aller Herrgottsfrühe" bezeichnen würde, um rechtzeitig auf der Con zu sein und nicht ewig anstehen zu müssen. Wir waren gegen 10 Uhr da, was dieses Kriterium definitiv nicht mehr erfüllte. Bei unserer Ankunft war der Vorplatz der Con bereits gefüllt mit Warteschlangen, deren Anfang und Ende nicht immer ganz sinnvoll oder ersichtlich war. Da wir uns nicht stundenlang in die pralle Sonne stellen wollten, packten wir uns erst mal ein Stündchen in den Schatten. Dann suchten wir uns eine strategisch kurze Schlange, die nach ein paar Windungen mit einer anderen Schlange verschmolz. Trotzdem war es 12 Uhr, bis wir tatsächlich das Innere der Con zu sehen bekamen.
Mein Fazit für diesen Teil der Con ist schlicht und ergreifend katastrophal, auch weil ich es kurz vorher auf der RPC in Köln noch so viel besser erlebt habe. Flotte Taschenkontrollen, effektives Zuordnen der heran strömenden Menschenmassen, im Anschluss ebenso effizientes Management der Warteschlangen in die Halle - da kam es zu keinen unangenehmen Verzögerungen. Ich hab mir sagen lassen, dass die Dokomi-Orga das Problem zumindest schon auf dem Schirm hat; hoffentlich kümmern sich nächstes Jahr Profis um den Prozess des Einlasses. Außerdem wünsche ich mir schon seit Jahren, dass die in der Messe doch sicher vorhandenen Selbstscannerschranken verwendet werden, wie es auch auf vielen anderen Messen üblich ist. Die von Helfern bedienten Handscanner rauben nur noch zusätzlich Zeit.

Drinnen erwarteten uns, wie wir ja bereits wussten, nicht die vertrauten Gänge der bisher genutzen Bereiche, sondern jene Art Messehallen, wie man sie auch von anderen Großevents kennt. Das hatte durchaus Vorteile: die Luft war nirgendwo stickig, was mitunter den hohen Decken geschuldet ist und es war zwar durchaus voll, aber nie so sehr, dass man nicht gut vom Fleck gekommen wäre. Platz war definitiv genüg.
Das ginge allerdings sehr zu Kosten der Atmosphäre. Ich kann nicht für andere Länder sprechen, aber deutsche Anime-Cons sind keine Messen. Der Dokomi ging das Gefühl einer Anime-Con, das ich seit Jahren kenne und trotz schwindendem Interesse am Medium immer irgendwie gemochte habe, verloren.
Vielleicht ist das nicht zu ändern und die Vorteile wiegen schwerer als dieser Einwand, der zugegebenermaßen stark von Nostalgie geprägt ist. Schön wäre es aber, die Messehallen wenigstens effektiv zu nutzen, nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe. Dann wirkt das Ganze nicht mehr so leer und verloren. Ein bisschen mehr Deko hätten die Hallen auch vertragen können. Sobald man den Blick von einem Stand abwandte, erwarteten einen kahle Wände und Decken bar jeden Schmucks, was irgendwie traurig ist.

Den Händlerraum haben Danny und ich links liegen gelassen, viel mehr hat uns die extrem ausgebaute Artist Alley interessiert. Ich hatte extra ein gewisses Budget beiseite gelegt, um es an den Ständen diverser Künstler zu investieren. Es gab zwar viele Stände mit tollen Sachen, für mich war letztendlich aber sehr wenig dabei. Ich hatte aber auch sehr spezifische Vorstellungen, was in meine Mappe wandern sollte (Originale waren mir zu teuer, ich wollte also nur Drucke; zudem hatte ich es ausschließlich auf Fanarts von Charakteren abgesehn, die ich gerade mochte, eigene Charaktere oder sonstige Motive habe ich direkt aus mangelndem Interesse übergangen). Aber zumindest als Fan von Yuri on Ice sollte man gut fündig geworden sein! ^^;; (Ich wollte doch nur einen Hux. Einen hübschen! Hab einen gesehn, aber der hat mich nicht angesprochen.) Ich hab zumindest liebe Menschen wie Wana und Kisa getroffen, was immer gut ist.

Danach wollten wir unsere Freunde bei der Saaltechnik besuchen. Der neue Bühnenraum hat uns in seinem Aufbau auch nicht überzeugt. Die Bühne war quasi in der Mitte, davor eine Menge Stühle, hinten das F.O.H.; der Backstagebereich war einfach ein großer Teil der Halle, der vom Rest durch einen langen Vorhang getrennt war. Obwohl Platz für echt viele Zuschauer war, wirkte das ganze in der noch riesigeren Messehalle ziemlich verloren und irgendwie nicht so angenehm zum Zuschauen.
Richtig Backstage zu Hannah und Raist konnten wir noch nicht und zu Matthes und Mika ans Tonpult ließ man uns nicht vor; Matthes sei gerade sehr beschäftigt! Ein Blick zur Bühne bestätigte das: zwei Mitglieder einer Showgruppe waren in einen Dialog verwickelt, der unserem Mann vom Ton vermutlich gerade alles abverlangte. Ansich hatte der Mensch ja recht, Besucher sollten da nicht hin. Aber. XD

Was im Anschluss folgte ist etwas, was mich womöglich mit der gesamten Locationsituation aussöhnen könnte. Ernsthaft, bietet mir so was jedes Jahr und ich sage nichts mehr über das mangelnde Feeling eurer Con! Da war nämlich ein Hüpfburgenhindernisparcour! *___*x Man musste über und unter Sachen durch krabbeln, auf großen Blobs lang laufen, Hügel hochklettern und in die Tiefe springen! Das hat so endlos viel Spaß gemacht, ich kann das gar nicht in Worte fassen!
Danny hat mich dabei gefilmt und man sieht zumindest ein bisschen, wie viel Spaß ich da habe! Leider sieht man die zweite Hälfte nicht, und die war das beste! ♥ Ich bin 110% dafür, dass es so was nächstes wieder gibt - aber bitte einen neuen Parcour, soll ja spannend bleiben!

Dergestalt mit Freude und Enthusiasmus aufgeladen, haben wir uns in Richtung Nordpark aufgemacht, um dort die Gesellschaft netter Menschen zu genießen. Bester Plan, denn wir konnten zuerst Mia und Aaron, dann Chris und Rita und später Lisa, Alice, Tex und Sandra ausfindig machen. Kuri und Dax ließen auch nicht lange auf sich warten, wir hatten also das ohnehin unvermeidliche HÖXler-Treffen aufgetan. 8D
Nebenbei hab ich ein paar bekannte Gesichter aus Hetalia-Zeiten getroffen, was ja auch immer schön ist.

Der Ball
Mein Highlight der Dokomi ist seit Jahren schon der abendliche Tanzball. Immerhin hat meine Tanzbegeisterung dereinst auf einem Dokomi-Tanzkurs ihren schicksalhaften Anfang genommen! Nachdem wir letztes Jahr später dran waren und den Eröffnungstanz verpasst haben, waren Danny und ich diesmal absolut pünktlich! Wir standen recht weit vorne in der Schlange, wo wir auch gleich auf Thilo und Judith aufgabelten. Passend zu "For The First Time In Forever" aus Frozen (leider auf deutsch) begann der Einlass, was wunderbar auf die Zeile "Tell the guards to open up the gates!" abgestimmt war. =D
Wir suchten uns ein paar Sitzplätze gegenüber dem Eingang, wo wir unser Hauptquartier aufschlugen. Leider wurde die Mitte des Saals immer noch von einer vollkommen überflüssigen und mehr als störenden Bühne eingenommen, auf der ebenso unnötige Acts den Abend "aufpeppen" würden. Liebe Dokomi-Orga, liebe Ball-Verantwortliche: wir kommen da hin, um zu tanzen. Nicht um anderen beim Tanzen zuzusehen, nicht um Leute live singen zu hören. Wobei das ja alles prinzipiell noch geht, solange man auf die dabei laufende Musik tanzen kann und es die Leute nicht animiert, mitten auf der Tanzfläche als stilles Publikum rumzustehen. Packt sie Bühne doch schmal an den Rand: Sänger können da trotzdem stehen und es stört nicht so auf der Tanzfläche.
Ich mein, klar, es gibt eine Tanzrichtung und prinzipiell ist außen tanzen besser, aber a) stehen da immer Leute rum, was Mias und meinen einen Tango zu einem abenteuerlichen Hindernistanz machte, und b) tanzen nun mal nicht alle brav gegen den Uhrzeigersinn oder - je nach Tanz - auf ihrer Stelle. Je mehr Platz zum Ausweichen da ist, desto besser!

Unabhängig davon war es aber ein wunderbarer Abend, an dem ich fast jeden Tanz, den ich konnte, mitgenommen habe. Zum ersten Mal konnte ich auch richtig viel mit Danny tanzen, aber natürlich hab ich mich auch oft mit Mia über die Tanzfläche - und zwei mal sogar über die Bühne - bewegt. Es wurden unter anderem ein paar wirklich schöne Tangos gespielt (ich liebe Tango!) und auch wenn nicht jeder Song ein Treffer war, konnte man doch auf einiges gut tanzen.
Thilo und ich haben stellenweise versucht, für uns gegenseitig den Damenpart zu übernehmen, aber so richtig hat das mit dem spontanen Umdenken nicht geklappt, außer beim Wiener Walzer! Wenn man einmal in der Bewegung ist, sind die Schritte ja eh gleich und Thilo führt den wirklich ganz fantastisch - das möchte ich auch noch lernen! =3
Ich hab außerdem noch schnell ein paar Schritte und Figuren weitergeben können, unter anderem an Bonnie aus Mias und meinem Tanzkurs, was mich riesig gefreut hat! Oh, und ich habe mit Hannah eine Samba getanzt - das muss ich aber noch viel üben und besser führen lernen! Spaß gemacht hat's trotzdem; sonst tanz ich den ja nur mit Mia im Kurs und sie hasst ihn immer so. 8'D

Später am Abend ist uns dann der absolute Coup gelungen: wir haben Ninnie, die als Deadpool da war, angestachelt, einen im Ballkleid erschienenen Batman zu einem Walzer aufzufordern. Nicht nur hat das geklappt, sie hat ihn auch noch auf die Bühne bekommen und um das ganze perfekt abzurunden wurde dann auch noch ausgerechnet Tale As Old As Time gespielt! Das ganze war eine fantastische Show, für die Mia und ich doch gerne mal unseren Signature-Song aufgegeben haben, denn dabei mussten wir natürlich zusehen und konnten folglich unmöglich selbst tanzen.

Der Fail des Abends geht an den Versuch, ein wenig historisches Tanzen in den Ball zu integrieren. Ansich ein löbliches Unterfangen, warum auch nicht. Nachmittags hatte es dazu auch einen entsprechenden Tanzkurs gegeben, den Danny und ich aber verpasst haben; hat ech nicht geholfen, dass der Kurs drüben im alten Locationbereich war und ich nicht allen anderen Sachen in den Messehallen. =/ Das könnte man irgendwie noch sinniger regeln. Jedenfalls wurde dann irgendwann eine Tourdion angekündigt, allerdings ging es dann auch sofort los, so dass kaum Zeit war, sich zu einem Kreis zusammen zu finden. Liebe Tanzball-Orga: das geht nicht wie beim Paartanz. Eine Gruppe muss sich erst mal finden und dann braucht es auch noch eine gerade Anzahl Tänzer, die sich auf irgendeine Art verständigen, wer welche Rolle tanzt. Trotzdem waren Danny und ich zunächst spontan begeistert und wir hasteten los, um eine Kreisformation auszumachen. Die fanden wir auch und schlossen uns sofort an, doch die Begeisterung machte schnell einer wachsenen Irritation Platz: es wurde nicht gedreht. Die Tourdion ist der vielleicht simpelste historische Tanz überhaupt; er besteht aus einem Schwanken nach vorne und zurück, einem Schwanken nach links und zurück und einer Drehung. Das ist alles. Das ist wirklich und absolut alles. Die Figuren werden dabei jeweils genau vier mal wiederholt. Immer wieder. Obwohl der Tanz so einfach ist, macht er eine Menge Spaß, vor allem wegen jener Drehfigur, die in der Regel mehr ein Hüpfen, Springen und Werfen ist. Traurig und verwirrt extrahierten wir uns auf der stark vereinfachten Tourdion, die keine mehr war, und kehrten zu unserem Ende des Saals zurück. Und siehe da: dort hatte sich ebenfalls ein kleiner Kreis gebildet. Spannenderweise hatte man sich hier vollständig von der im vorderen Saalbereich vorherrschenden Komplexität verabschiedet und schwankte jetzt nur noch vor und zurück. Die ganze Zeit. Die Tatsache, dass man eine Tourdion so vollkommen ruinieren kann, habe ich immer noch nicht verarbeitet. Ich freue mich für die Tänzer, dass sie bei der Sache irgendwie Spaß hatten, aber ich frage mich doch, was bei diesem Tanzkurs so glorreich schief gegangen ist. Könnte man so was, falls es nochmal in Angriff genommen wird, vielleicht irgendwie besser regeln? Mehr instruierte Tänzer einstreuen vielleicht...?
Aber! All das konnte mir den Abend nicht vermiesen: es war ein schöner Ball mit tollen Tänzen und Tänzern!

Sonntag
Heute konnten wir zumindest ein wenig länger schlafen als Samstag, was mitunter daran lag, dass wir diesmal einen besseren Parkplatz hatten, Danny hatte am Abend vorher nämlich direkt bei mir vor der Haustür geparkt (in der Kölner Innenstadt keine Kleinigkeit). Zu spät wollten wir trotzdem nicht sein, denn wir wollten gleich morgens früh den ersten Act des Tages sehn, Tex' Comedy Programm "Hashtex". Oder ist das ihr Künstlername? Wie heißt dann das Programm? 8D Es ging jedenfalls um die Fanszene, in der wir uns so bewegen, was arg unterhaltsam war! Beim Publikum schien das Ganze auch gut anzukommen, was mich sehr für Tex gefreut hat. Mein liebster Teil war der über Sport-Animes, wobei ich als Fan des Genres sagen muss, dass man sich da noch über einiges mehr hätte lustig machen können. Aber vielleicht war es so für die Allgemeinheit besser verständlich? Coole Sache jedenfalls!
Im Anschluss musste ich dann noch mein Schwert zum Waffencheck tragen, was ich vor der Show nicht mehr geschafft hatte. Weil wir nichts anderes geplannt hatten und ja eigentlich immer eine gute Zeit für Captive Prince ist, hatten Chris und ich uns nochmal in Laurent und Jord geschmissen, um gechillt fabulous auszusehen. 8D Allerdings hatte ich vercheckt, dass Jords Haare letztes mal bei Mia gelandet waren. Die waren jetzt sonstwo und auf die Schnelle nicht zu beschaffen, also hat mir Lisa spontan eine farblich passende Haarpracht geliehen. Zuletzt diente der wuschelige Schopf ihrem Evoli als Haupthaar und so mussten wir obendrein auch noch ein Haarspray erbeuten, bevor Jord so wirklich fertig war (dabei hab ich Yase und ihren Jord getroffen, was mich sehr gefreut hat!). Außerdem hat Chris ein bisschen in meinem Gesicht rumgepinselt und das Resultat hat mir tatsächlich gut gefallen. X'D Ich bin selten glücklich mit Makeup an mir, aber gerade die dunkleren Augenbrauen waren toll und das leicht dunkle um die Augen auch. Ganz dezent, aber hat doch n Unterschied gemacht. Das hat mich doppelt gefreut, weil wir am Ende sogar noch ein ganz paar Fotos zusammen gemacht haben. =)
Ansonsten haben wir den Tag aber hauptsächlich auf einer Decke chillend im Japangarten verbracht, zusammen mit einem Haufen netter Menschen (den üblichen Verdächtigen). Mit einer Gruppe HÖXler haben wir "never have I ever" gespielt, allerdings ohne Alkohol, was trotzdem lustig war und obendrein dafür gesorgt hat, dass wir alle genug getrunken haben!
Irgendwann gegen Abend zerbröselten sich die Menschen dann so langsam und ich hab mich gen Halle aufgemacht, um zusammen mit Raist zurück nach Köln zu pendeln.

Fazit
1. Ich komme wieder! Aber vielleicht verzichte ich auf das Wochenendticket und hole mir nur eins für den Ball. Der Rest hat sich für mich preislich eigentlich nicht gelohnt.
2. Der Ball muss diese dumme Bühne verlieren. Das wäre so viel besser! Außerdem werde ich mich eventuell von "aufwendigen" Cosplays für den Ball verabschieden; man kann sich auch anders passend gewanden.
3. Sollte die Con in diesen Hallen bleiben, machen sie hoffentlich mehr daraus. So wie es jetzt ist, war ich thoroughly underwhelmed.
4. Ich hab die besten Freunde - mit euch ist jede Con großartig! ♥

Montag, 8. Mai 2017

Was heißt eigentlich "aroace"?

Aus meiner Selbstbeschreibung:

Sean beschreibt sich selbst als "aroace", das setzt sich zusammen aus "aro" (aromantic) und "ace" (asexual). Das bedeutet, dass er ein sehr entspanntes und glückliches Leben führt, in dem er sich weder verliebt noch sexuell aktiv werden will. 

 Ich vergesse gerne, dass Label wie "aromantisch" und "asexuell" gar nicht mal so verbreitet sind und dass es selbst in meinem doch sehr aufgeklärten Freundeskreis viele liebe Menschen gibt, die mit diesen Begriffen gar nicht mal so richtig was anfangen können (ein Facebook-Post vor einiger Zeit hat mich darauf aufmerksam gemacht). Und tatsächlich ist die menschliche Sexualität und alles drum rum viel facettenreicher, als den meisten klar ist.

Aromantic
Das wörtlich ins Deutsche übersetzte "aromantisch" macht mich nicht so wirklich glücklich, aber was will man machen, irgendwie muss es ja gehn. Die meisten Menschen, die ich kenne, finden es vollkommen normal, sich in andere zu verlieben. Ich dachte früher auch, dass das ganz normal sei und dass es jedem früher oder später mal passiert. So ziemlich jeder Film, jedes Buch, jede fiktionale Geschichte erzählt uns, dass eine romantische Beziehung das Höchste und Beste sei, das Ziel, auf das man hin arbeitet. Und auch ich bekam in jungen Jahren oft zu hören: "Du wirst den/die Richtige/n schon noch finden."
Derweil wuchs in mir zunehmend das Gefühl, dass irgendwas falsch läuft, dass ich anders bin, denn das Gefühl kam nicht. Angebote von durchaus netten Menschen waren zwar da, aber bei mir hat es einfach nicht klick gemacht. Ich habe mir darüber nie wirklich den Kopf zerbrochen (und bin meiner Familie auch dankbar, dass da nie groß Druck aufgebaut wurde), aber irgendwie fühlt man sich doch etwas seltsam.
Aromantische Menschen verlieben sich nicht. Sie können intensive und starke Beziehungen zu Familie und Freunden aufbauen, aber romantische Gefühle entwickeln sie in der Regel nicht. So habe zumindest ich das erlebt und ich kann nur sagen, dass ich damit sehr glücklich bin. Habe ich Angst, irgendwann alleine dazustehen, weil alle anderen sich dann doch einen romantischen Partner fürs Lebensende suchen? Nein. Ich bin nicht allein, denn ich habe Freunde. Ich bin nicht unvollständig oder einsam, nur weil ich keine feste, romantische Beziehung habe.
Es wäre mir persönlich wichtig, wenn andere ein aromantisches Beziehungsverhalten nicht als etwas Halbes oder als einen Mangel ansehen würden.

Asexual
Im Gegensatz zum Begriff oben funktioniert "asexuell" auf deutsch ganz ausgezeichnet! Asexualität ist ein Begriff, der ein weites Spektrum an sexuellen Identitäten abdeckt, die sich alle durch einen vergleichsweise niedrig ausgeprägten Sexualtrieb auszeichnen. Es geht dabei ausdrücklich nicht um Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden, keinen Sex zu haben, oder um Menschen, die unter Traumata leiden. Asexualität ist auch keine mentale Störung (auch wenn sie lange so eingeordnet wurde und auch immer noch so diagnostiziert werden kann).
Für mich bedeutet Asexualität, dass ich absolut keinen Sex haben will. Der Gedanke an mich in entsprechenden Situationen ist mir äußerst unangenehm und selbst Küssen empfinde ich als eher eklig als irgendwas anderes. Aber das ist nicht die einzige Ausprägung von Asexualität.
Hinter Labels wie "gray asexual" oder "demisexual" verstecken sich Menschen, die einfach nur sehr wenig Sex wollen, oder solche Neigungen nur entwickeln, wenn sie eine enge emotionale Bindung zu jemandem aufgebaut haben. Manche asexuelle Menschen mögen auch die Vorstellung von Sex, wollen aber selbst nicht daran teilhaben. Wieder andere finden Gefallen an fiktionalen Charakteren in sexuellen Szenarien, die ganz von ihnen selbst entfernt stattfinden (autochorissexualism). Manche Asexuelle masturbieren, andere nicht. Manche entscheiden sich auch für ihren Partner dazu, Sex zu haben.
Dass Asexualität im Allgemeinen wenig präsent ist, bringt durchaus Probleme mit sich. Ich zum Beispiel hatte lange Zeit keine Ahnung, dass es so etwas gibt und hatte die totale Erleuchtung, als ich zufällig über eine Dokumentation zu dem Thema gestolpert bin. Aber selbst die hat nur die ungefähren Basics abgedeckt und ich hatte lange Zeit Zweifel, ob das Label wirklich auf mich zutrifft, wo ich doch so begeistert Fanfictions mit sexuellen Inhalten konsumiere. Ich habe Jahre gebraucht, um mir darüber klarzuwerden, wer und was ich bin. Ein paar Fehler hätte ich mir definitiv sparen können, wenn mir das alles eher bewusst gewesen wäre. Und ihr wollt gar nicht wissen, wie lang ich dachte, dass der Sexualtrieb in den Medien komplett übertrieben dargestellt wird, und dass eigentlich niemand wirklich so was empfindet.
Was mich immer wieder fasziniert und traurig macht, ist wie gering die Akzeptanz für Asexualität selbst bei queeren Menschen ist. Asexualität ist real, es gibt uns wirklich, und es ist alles in Ordnung mit uns, wir leiden nicht an einer Krankheit oder Störung. Und nicht alle asexuellen Menschen sind auch aromantisch, viele von uns haben glückliche und erfüllte, romantische Beziehungen. Oder eben aromantische Beziehungen.

Oh, und übrigens: Aces sind queer. Ich weiß, die Abkürzung LGBTQIA+ is ne lange Geschichte, aber seht ihr das A da? Das sind wir.

Wenn ihr dazu ne Frage habt, könnt ihr gern n Kommentar dalassen. Mehr informierte Menschen sind mehr gut! XD

Freitag, 28. April 2017

Blog Event - Harry Potter Party

Okay, realistisch betrachtet musste ich an diesem Event teilnehmen, denn ich hab über Harry Potter Parties nicht nur nachgedacht, nein, ich hatte tatsächlich eine! 8D Und das auch noch zusammen mit Danny, die das Event veranstaltet. Ich bin aber weder sonderlich begabt in der Essensherstellung, noch tu ich mich als Bastler oder Heimwerker hervor, aber bevor man das Haus (oder die Grillhütte) voll Leute hat, muss man die ja erst mal einladen, und da komm' ich ins Spiel!

Hogwartsbriefeinladungen

Dankt bitte der deutschen Sprache für dieses wunderbar lange Wort. XD
(Hogwartsbriefeinladungskorrekturlesereinstellungsgesprächsterminverschiebung...!)
Also, für unsere Einladungen damals haben wir uns von Harrys Hogwartsbrief inspirieren lassen, den alle Erstklässler zu Beginn ihrer magischen Schulkarriere erhalten. Den Text haben wir für unsere Zwecke natürlich leicht abgewandelt, aber die Vorlage schimmert doch noch durch:

Den vollen Originaltext findet ihr sicher mit einer schnellen Google-Suche, falls ihr in ähnlicher Weise kreativ werden wollt.
Wir haben das Ganze am PC entworfen (es gibt da ein paar sehr schöne, kostenlose Fonts, die dem Brief den passenden Potter-Anstrich verleihen; bitte nehmt nicht einfach Arial oder Times) und auf passendes Papier gedruckt, das so'n bisschen nach Pergament aussieht (gibt's im Schreibwarenladen).

Doch damit nicht genug! Zwei mal quer falten kann jeder, aber magisch ist das nicht. Bei dieser Falttechnik werden eure Gäste gleich ganz anders hinschaun:






 Und jetzt wird's richtig fancy, zumindest wenn ihr euch die Kirsche auf der Sahne gönnen wollt: das Hogwartssiegel. Das Teil kann man kaufen, muss auch kein Vermögen kosten, wenn man sich n bisschen umschaut. Siegelwachs bekommt ihr zum Beispiel auf ebay oder amazon. Damit sieht eure Einladung dann richtig nach was aus:


Wer da noch absagt, ist selbst schuld. 8D
Schaut mal bei Dannys Event rein, da gibt's noch viele andere Beiträge, die eine Harry Potter Party komplett machen. =)

Montag, 20. März 2017

Traumtagebuch - Familie (nicht) abzugeben?

Nachdem ich zur Austreibung lästiger Kopfschmerzen noch einmal das Bett aufgesucht hatte, hat mich ein seltsam detaillierter Traum heimgesucht.

Ich war zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder im Auto unterwegs; ich saß selbst am Steuer. Das ist weiter nicht ungewöhnlich, denn die beiden fahren weit mehr als ich und sind froh, wenn sie mal nicht hinterm Lenker sitzen müssen. Wir fuhren über eine Landstraße - um uns herum überall Wiesen und Hügel, ganz wie es bei den beiden zu Hause wirklich aussieht - und auf eine Autobahnauffahrt, wo uns plötzlich ein schwarzes Auto entgegen kam. Um diesem auszuweichen bin ich von der Fahrbahn abgekommen, weil ich aber recht schnell war, hat unser Auto - was ich relativ sicher als meinen inzwischen verkauften Toyota 'Zwerglein' identifiziert habe - den Halt verloren und sich einmal überschlagen, so dass es auf der Wiese neben der Auffahrt auf dem Dach liegen blieb.
Ich bin als erstes rausgeklettert und hab dann meiner Mutter und meinem Bruder geholfen; der Traumwelt ist wohl geschuldet, dass keinem was passiert war. Allerdings saßen wir jetzt irgendwo im nirgendwo fest. Gottseidank wohnte direkt da neben der Autobahn eine Familie, die uns erst mal aufgenommen hat. Und ab hier wird es seltsam.
Ich weiß noch, dass zu der Familie neben den Eltern eine ganze Schar Kinder zählte. Das Haus hatte einen Hauptteil und viele Nebenhäuschen auf der anderen Seite des Gartens, in dem neben Blumen und dergleichen auch eine Reihe Nutzbeete angelegt waren. Die Häuser bestanden aus scheinbar dünnem, dunklen Holz und wirkten eigentlich viel zu klein. Mehr wie Gartenhütten. Alle waren lebhaft und super lieb. Meine Mutter zog bei der Familie ein. Aus Gründen. Ich glaube, es gab einen kleinen Zeitsprung, denn als ich das Haus das nächste mal betrete, war die Gegenwart meiner Mutter dort fest etabliert. Alle liebten sie und sie fühlte sich pudelwohl. Apropos Pudel, sie hatte drei Hunde (einer davon der Dobermann meines Bruders, also ist er wohl auch noch da), zwei weitere waren etwas braunes lockiges und ein weißer Westhighland Terrier. Mein Traum-Ich wusste, dass dies ihre Hunde waren, verzweifelte aber darüber, dass ich ihre Namen nicht mehr wusste. Was war ich für ein Kind, dass die Namen der Hunde seiner Mutter vergisst? Währenddessen tobte die Kinderschar mit den Hunden und kannte diese offenbar viel besser als ich, hatte sogar Spitznamen für jeden (Dobermann Leyla war 'Reißi'). Ich fand das schrecklich, meine Mutter hat es aber einfach erlaubt, so war es halt.

Ich frage mich ja schon mal, wo ein bestimmter Traum 'herkommt'. Meine Mutter und mein Bruder wohnen derzeit noch zusammen, ich bin höchstens einmal im Monat zu Besuch. Meine Mutter hat allerdings nur einen Hund (und der ist schwarz). Tatsächlich komme ich oft nach Hause und Dinge haben sich anders eingebürgert, als ich es gewohnt war. Ist eben nicht mein Haushalt. Aber wo kam diese seltsame Familie mit den ganzen Kindern her!? XD

Donnerstag, 2. März 2017

Traumtagebuch - Von Hufen und Pfoten

Ich hatte letzte Nacht zwei Träume, die mit Tieren zu tun hatten. Großen Tieren! 8D

Im ersten Traum, den ich bis eben fast wieder vergessen hatte, war ich am Rand eines Waldes, vor mir eine Wiese, weiter hinten ein Zaun. Ich habe laute Stimmen gehört, aber nicht verstanden, was sie gerufen haben. Dann ist über die Wiese hinter dem Zaun ein großes, schwarzes Pferd auf mich zu galoppiert, hinter dem eine Gruppe Menschen zu Fuß her jagte. Ich habe ihr Rufen da zwar immer noch nicht verstanden, wusste aber - wie man Dinge im Traum schon mal weiß - dass sie mich vor dem wilden Pferd warnen wollten. Und was tat Traum-Ich? Stehen bleiben, in dem seltsam festen Glauben, dass das schon okay sein würde. Und tatsächlich: das Pferd setzte über den Zaun, weiter auf mich zu, machte da dramatisch Männchen, nur um dann friedlich stehen zu bleiben und sich ankuscheln zu lassen. Als die Menschen ankamen hat sich das Pferd hinter mich gestellt (was angesichts seiner Größe eine wirklich rein sympolische Geste war). Sie haben mich gefragt, ob das Pferd mir gehört, worauf ich gesagt habe, dass es zu mir gehört. Dann haben wir - das Pferd und ich - uns umgedreht und sind zusammen weg gegangen.

Das war's.
Fun Fact: als Kind wollte ich immer reiten lernen, aber meinen Eltern war das zu teuer und zu aufwendig. Als Erwachsener habe ich mir selbst mal ein paar Reitstunden geleistet, das Ganze aber nie weiter verfolgt.

Im zweiten Traum ist mir ein Hund der Superlative begegnet: er sah so ähnlich aus wie eine Dogge (dunkelgrau und irgendwie scheckig), ging mir aber allein an der Schulter bis zur Brust (ich erinnere mich, dass ich das nachgemessen habe, um später Leuten davon erzählen zu können). Ich weiß nicht genau, wo ich war, als der Hund auf mich zukam. Im Gegensatz zum Pferd wusste ich hier erst nicht, ob er mir positiv gegenüber stehen würde. Ich bin aber nicht weg gerannt und habe das riesige Tier stattdessen gestreichelt, als es auf meiner Höhe war, woraufhin er sich an mich geschubbert hat. XD An die Details des Traums erinnere ich mich leider nicht mehr, aber ich meine, dass noch ein anderer, kleinerer Hund darin vorkam.

Ich mag Hunde - meine Familie hat einen Dobermann und einen Mittelschnauzer zu Hause - aber eigentlich bin ich eher ein Katzenmensch.